Akupunktur

Die Akupunktur ist wohl die älteste Heilmethode der Welt, bei der mit Nadeln an festgelegten Punkten auf der Haut Reizungen erzeugt werden, die zur Linderung auch an weit entfernten Körperstellen führen kann.

Im Gegensatz zur westlichen Schulmedizin, die sich der Behandlung akuter und organischer Störungen widmet, eignet sich die Akupunktur zur Therapie chronischer und funktioneller Störungen.
Auf diese Weise lassen sich Schmerzen oder Erkrankungen, die durch Fehlregulationen des unbewußten Nervensystems verursacht sind, positiv beeinflussen.

Grundlage der Akupunktur sind die in der tradidionellen chinesischen Medizin verankerten Vorstellungen über die verschiedenen Energien (Qi) und Funktionskreise des Körpers.
Die Energien des Körpers fließen in einem Leitbahnsystem - den Meridianen.

Auf den insgesamt zwölf Hauptmeridianen sind über hundert Punkte bekannt, an denen der Energiefluss über Reize beeinflusst werden kann.
Den Meridianen sind innere Organe aber auch Muskeln, Gelenke und die Haut zugeordnet.  Diese können sich gegenseitig beeinflussen.

So erklärt sich auch, warum Beschwerden innerer Organe zu Gelenkschmerzen führen können oder umgekehrt.
Da die Meridiane nicht nur das Körperinnere mit der Körperoberfläche verbinden, sondern zusätzlich Verbindungen zwischen den Meridianen selbst bestehen, kann ein Energieausgleich unter den Meridianen und somit den Organen erreicht werden.
Die Reize an den Akupunkturpunkten entlang der Meridiane werden durch Nadelstiche oder durch Erwärmung (Moxibustion) gesetzt, um den Körper zur Selbstheilung anzuregen.
 

Die wichtigsten Anwendungsgebiete in der Orthopädie sind:

  • Kopfbereich
    • Kopfschmerzen
    • Migräne
    • Schmerzen der Gesichtsnerven
    • Schwindel mit Ohrgeräuschen (Ménière-Krankheit)
       
  • Nerven
    • Lähmungen nach Schlaganfall
    • Erkrankungen der Arm- und Beinnerven
    • Schmerzen der Zwischenrippennerven
    • Bettnässen
    • Störungen der Harnblasenfunktion
       
  • Muskeln und Gelenke
    • Schulter-Arm-Syndrom
    • rheumatoide Gelenkentzündung
    • Tennisellenbogen
    • Kreuzschmerzen
    • Knieschmerzen   

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen pro Jahr 10 Akupunktureinheiten bei folgenden Indikationen: Rückenschmerz und Kniegelenksschmerzen.